Sonntag, 23. Juli 2017

Eure Spendengelder werden eingesetzt!


Mir tut es wirklich leid, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. Es ist sooooo viel passiert! Nun habe ich aber endlich mal die Zeit gefunden, euch von den letzten Monaten zu erzählen.
 
Unser Sportfeld war ab Ende Mai geschlossen. Das heißt, wir konnten keinen Sportunterricht geben. Es wurde uns gesagt, dass das Feld neugemacht und danach die neue Schule darauf gebaucht werden würde. Wir haben uns gefragt, warum das Sportfeld extra neugemacht wird, um zwei Wochen später anzufangen, darauf zu bauen. Nun hat sich heraus gestellt, dass die Schule doch nicht neugebaut wird und wir ein neues Sportfeld mit Rasen haben! In der Zeit, wo wir nicht auf das Feld konnten, waren wir nicht ganz untätig. An den Wochenenden hatten Tim und ich angefangen, eine Wand an unserer Schule zu gestalten. Weil wir unter der Woche keinen Sportunterricht mehr geben konnten, haben wir zusätzlich noch vormittags gemalt. Wir haben wirklich viel Zeit in das Gemälde investiert und bis auf die Grundierung alles gepinselt. Aber seht selbst, hier ein paar Eindrücke unserer kreativen Arbeit:

 
sichere Konstruktion bei der Grundierung

Tim am Arbeiten

die ersten Wortstränge

schon etwas bunter
Mandalas

noch laaaaaange nicht fertig



Unser fertiges Gemälde


Ich weiß nicht, wie viele Stunden Arbeit wir in unser Wandgemälde investiert haben, aber es waren definitiv seeeehr viele!
 
Die Farbe und die Pinsel haben Tim und ich von einem Teil unserer Spendengelder finanziert, an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle, die gespendet haben.
Nun hatten wir noch einen Großteil unserer Spendengelder übrig. Mit der Kerngruppe unseres Triathlonteams haben wir einen Wochenenddausflug in den Addo Elephant Park gemacht. Es war schön, den Kindern, die regelmäßig zum Training kommen, diesen Ausflug zu ermöglichen. Viele der Kinder waren noch nie außerhalb von East London und konnten sich gar nichts unter dem Addo vorstellen. Es war eine tolle Erfahrung, für die Kinder und für uns, Löwen, Zebras, Elefanten, … aus nächster Nähe beobachten zu können. Nicht nur im Park hatten wir Spaß, auch in unserer Unterkunft ging es bunt zu. Wenn die Kinder die Coaches colgaten (Zahnpasta ins Gesicht schmieren), lassen die sich das natürlich nicht gefallen und so begann eine große Zahnpasta-ins-Gesicht-schmieren-Aktion. Also, wie ihr seht, hatten wir alle eine Menge Spaß und ein unvergessliches Wochenende.
Unsere nun noch vorhandenen Spendengelder haben wir in ein Klettergerüst für unsere Schule investiert. Da der Platz an der Floradale relativ begrenzt ist, war es gar nicht so einfach, ein geeigneten Standort für das Klettergerüst zu finden. Hinter der Schule war eine kleine Rasenfläche, für die wir uns dann entscheiden haben und innerhalb eines Tages wurde das Klettergerüst aufgebaut. Mit Hilfe der Schulleiterin haben wir jemanden aus der Community gefunden, der uns einen Zaun um die Spielfläche gebaut hat. Wir hatten zuvor im Baumarkt die notwenigen Materialien gekauft und innerhalb von zwei Tagen hatten wir auch einen Zaun um die von den Spenden finanzierte Attraktion. Weil der Bau in der letzten Woche vor den Ferien stattgefunden hat, haben erst wenige Kinder das Klettergerüst getestet. Denn hier ist es so, dass man, selbst in der Grundschule, in der letzten Woche vor den Ferien nicht mehr zur Schule kommt. 

die ersten Kinder sind schon am Spielen :)

Heute ist schon der letzte Ferientag und ich bin gespannt, wie die Kinder morgen, wenn wir wieder zur Schule gehen, auf das Klettergerüst reagieren!

Donnerstag, 19. Januar 2017

Back to School

Die Schule hat wieder angefangen! Als wir letzten Mittwoch an der Floradale ankamen, herrschte völliges Chaos. Schüler und Lehrer liefen durcheinander und keiner wusste so Recht, wer in welcher Klasse war. Die ersten Tage nach den Sommerferien wurden also damit verbracht, viel Organisatorisches zu klären. Uns wurde gesagt, dass wir mit dem Sport erst die kommende Woche anfangen können. Doch daraus wurde leider nichts. Während in Kapstadt durchgehend die Sonne schien, war in East London am Anfang der Woche Dauerregen. Somit hatten wir erst am Mittwoch unseren ersten richtigen Schultag.

Der erste Schock erreichte uns, als wir vor der ersten Stunde unseren Ballsack und unsere Tasche mit den Leibchen holen wollten: Die Tasche war nicht vorhanden, der Ballsack enthielt keinen einzigen Ball und die Hälfte unserer Leibchen waren mit weißer Farbe eingeschmiert. Wir waren frustriert und enttäuscht, wer macht denn so etwas?! Es ist schade, dass wir nun einen Teil unserer Spendengelder dafür ausgeben werden, das nichtmehr vorhandene beziehungsweise zerstörte Material zu ersetzten.
Donnerstag (heute) war dann unser erster richtiger Schultag mit Materialien. Ehrlich gesagt, hätte ich erwartet, dass die neuen Grade 1 anstrengend werden würden. Doch das komplette Gegenteil ist eingetreten: Die beiden ersten Klassen, die wir heute hatten, haben sich so gut benommen! Auch wenn sie uns auf Englisch nicht wirklich verstanden haben, lernten sie das Spiel „River Rocks“ erstaunlich schnell. Während Tim die jeweilige Seite (River oder Rocks) angesagt hat, stand ich zwischen den Kindern entlang der gezogenen Linie und habe so lange mitgespielt, bis die Kinder das Prinzip verstanden hatten. Nach einem kurzen Training konnten wir schon richtig mit dem Spiel anfangen!

Zuvor hatten wir die Sechsten nur mit viel Mühe vom Sport überzeugen können, doch heute war alles anders: Die 6a war erstaunlich schnell auf dem Sportfeld versammelt und der Netball und das Springseil haben mir die Mädels fast aus den Händen gerissen, so motiviert waren sie! Das mag vielleicht auch daran liegen, dass die ehemaligen Fünften / nun Sechsten seit einem Jahr keinen Sportunterricht mehr hatten. Tim und ich können nicht nachvollziehen, weswegen Grade 5 nicht im Stundenplan für den Sportunterricht mitinbegriffen war und deswegen haben wir das nun zum neuen Schuljahr geändert!

eine ganz normale Pause mit Yolanda

Pause an der Floradale


wenn man ein Foto macht und alle Kinder mit auf das Bild möchten


Einige meiner Schwimmer von der Floradale waren in Grade 7 und gehen nun auf eine weiterführende Schule. Zwei andere aus der ehemaligen 3a, die regelmäßig zum Schwimmen kamen, haben die Schule verlassen und sind umgezogen, was ich echt schade finde. Nun ja, mit den Lehrern der jetzigen dritten Klassen, habe ich bereits abgesprochen, dass Platz für neue Kinder im Schwimmteam ist. Ab nächster Woche werde ich also mit meiner neuen Gruppe, wie gewohnt, zweimal die Woche an der Merryfield schwimmen gehen. Ich bin gespannt auf das neue Team und freue mich, dass nun auch Jungs dabei sein werden.

Ach ja, direkt nach dem Roadtrip stand unser vierte Umzug hier in Südafrika an. Nun wohnen wir mit allen sieben Freiwilligen auf einem Grundstück. Das eine Haus, in dem wir drei ganz am Anfang gewohnt haben, wurde von Grund auf renoviert und im Garten ist ein komplett neues Haus gebaut worden, welches Joe, Celine und ich nun bewohnen. Jetzt wohnen wir nur noch 5 Gehminuten vom Pool entfernt und können Schwimmen, wann immer wir möchten.


So, das war es nun erst einmal von mir aus Südafrika,
liebe Grüße, eure Frauke

Roadtrip nach Kapstadt

Nachdem das Ferienprogramm im Kinderheim zu Ende war, ging es auch schon los auf den Roadtrip. Insgesamt waren wir über drei Wochen unterwegs und haben eine Menge gesehen!
Auf dem Hinweg nach Kapstadt sind wir die sogenannte Garden Route am Meer entlang gefahren und auf dem Rückweg haben wir auf der Route 62 das Inland ein wenig erkundet.

Unser erster Stopp war im Tsitsikamma National Park, wo wir über lange Hängebrücken gegangen sind und eine Luftmatratzen- und Kayaktour auf dem Fluss unternommen haben. Zwischendurch habe ich mal das Wasser probiert: Während das Wasser nahe des Indischen Ozeans salzig schmeckt, ist weiter flussaufwärts Süßwasser zu finden. Außerdem sind wir im Tsitsikamma den ersten Teil des Otter Trails, hin zu einem Wasserfall, gewandert. Auf dem Rückweg (es wurde schon etwas dunkel), liefen wir leider etwas zu lange auf den Felsen am Strand entlang und verpassten den Aufstieg, den wir zuvor gegangen waren. Somit haben wir uns unseren Weg durch die Büsche gebahnt und waren heil froh, dass wir am Ende doch noch zurück auf den richtigen Weg gelangt sind. 


Tsitsikamma National Park











 



Otter Trail - Wanderung zum Wasserfall


 
Mountainbiketour - Ausblick
Nach über vier Monaten war ich das erste Mal wieder Fahrrad fahren! Wir liehen uns Mountainbikes und los ging es, hin zu einem wunderbaren Aussichtspunkt auf einer Bergkette. Es war ein tolles Gefühl, endlich mal wieder die Pedalen zu treten und ich freue mich jetzt schon, wenn ich wieder in Deutschland bin und ich mich auf mein Fahrrad setzten kann, wann immer ich möchte.









In Plettenberg, unserem nächsten Halt, waren wir auch wandern. Auf der fünf-stündigen Wanderung im Robberg Nature Reserve (am Meer entlang), haben wir Robben gehört und gesehen. Kurz bevor wir wieder am Parkplatz angelangten, haben wir noch eine kleine Abkühlung in den Wellen genossen. 

Robben


An diesem Tag haben wir nachmittags die Elephant Sanctuary besucht, wo wir mit Elefanten spazieren gegangen sind. „Spazieren gehen“ bedeutete in diesem Fall, dass die eigene Hand zu einer Schaufel geformt ist, wo der Elefant seinen Rüssel hineinlegt. Ich hatte das Gewicht des Elefanten etwas unterschätzt, denn es war ganz schön anstrengend, den Rüssel zu halten.

Spaziergang mit einem Elefanten



Nahe Mosselbay, im Botlierskop Private Game Reserve, haben wir eine Safari gemacht. Für drei Stunden saßen wir in einem Truck und fuhren durch die von Bergen gekennzeichnete Landschaft und sahen Nashörner, Zebras, Giraffen, Elefanten, Antilopen, Löwen und einiges mehr. Nach diesem tollen Erlebnis haben wir im Santos Express, ein als Backpackers umgebauter Zug, der direkt am Strand steht, übernachtet. Richtig komfortabel war es nicht, aber es war trotzdem eine schöne Erfahrung, direkt neben dem Strand in einem Zug zu übernachten. 

Botlierskop Private Gamereserve










Santos Express


Weiter ging die Reise! Im Bontebok National Park haben wir viele verschiedene Antilopenarten gesehen und waren nach einer kleinen Wanderung im Breede River schwimmen. Die Natur und der Ausblick auf die Berge waren einzigartig! Im De Hoop Nature Reserve sind wir, wie eigentlich überall, wo wir waren, wandern gewesen. Nach fast drei Stunden haben wir die erste Wegmarkierung gesehen, das war wirklich eine große Erleichterung! Wir dachten, dass man bei so einem offiziellen Park mit Karte zahlen könnte, aber: falsch gedacht! Wir kratzen unser Kleingeld zusammen und uns fehlten R20, was gerade mal 1,35€ sind. Dazu muss man sagen, dass wir über zwei Stunden die Schotterstraßen entlang gefahren sind, um zu diesem Reserve zu kommen. In der ganzen Zeit ist uns nicht ein Auto begegnet. Erst am Eingang kam uns eins entgegen und ich nutzte die Gelegenheit, um nach R20 zu fragen. Als Gegenleistung habe ich meine deutschen Spekulatius angeboten, die Mama mir geschickt hatte und die wir am nächsten Tag (24.12) essen wollten. Dank des Deals hatten wir zwar keine Weihnachtskekse mehr, aber dafür konnten wir das Nature Reserve besuchen, ohne nochmal zwei Stunden die dirt roads zurückfahren zu müssen.

Breede River im Bontebok National Park



Heilig Abend verbrachten wir in Cape Agulhas, wo sich der südlichste Punkt Afrikas befindet. It‘s the place where the two oceans meet. Denn hier treffen Indik und Atlantik aufeinander. Nach einer Weihnachtswanderung bis in den Nachmittag hinein, haben wir uns abends in der Küche des Backpackers unser eigenes Weihnachtsessen gezaubert: Tagliatelle in Zucchini-Zwiebel-Champion-Käse-Sahne Soße mit gerösteten Sonnenblumenkernen. Es war schon ein komisches, trauriges Gefühl, an Weihnachten nicht zu Hause zu sein …

Agulhas National Park - nur noch wenige Meter bis zum südlichsten Punkt Afrikas

der linke Arm im warmen Indik und der rechte im kalten Atlantik - der südlichste Punkt Afrikas


Den ersten und zweiten Weihnachtag haben wir in Hermanus verbracht. Diese Stadt hat wirklich einen besonderen Flair. Was ich wirklich genossen habe war, dass man einfach frei herumlaufen kann (was in East London nicht möglich ist). Wir sind 12km am Strand entlang gelaufen und konnten einige tolle Blicke festhalten. Die Berge im Hintergrund des Meeres haben echt etwas!

Cliff Path Walking Trail - Hermanus
Hermanus

In Bettys Bay haben wir den Harold Potter Botanical Garden besucht. An diesem Tag waren nur die Bergspitzen im Nebel zu sehen, doch das hat uns nicht davon abgehalten, zu einem Wasserfall zu wandern. Später haben wir uns am Strand von Bettys Bay noch die Pinguinenkolonie angeguckt!

Am 28. und 29. Dezember waren Celine und ich ganz verrückt. Wir haben eine zweitägige Wanderung zum Cape of Good Hope gemacht. Anfangs haben wir eine Notfallnummer bekommen, falls wir Baboons (Affen), Schlangen oder Feuer sehen. Bereits nach 20 Minuten sind wir an einer ganzen Herde Baboons vorbeigekommen und kurze Zeit später lief mir eine Schlange direkt über den Weg. Aber hey, wir hätten ja die Notfallnummer wählen können! Eine ganze Herde von Bonteboks ist an uns vorbeigeprescht, was wirklich beeindruckend war. Außerdem sind uns einige Schildkröten über den Weg gelaufen. An diesem ersten Tag waren wir über 10 Stunden / 25km unterwegs und kamen etwas erschöpft am Cape of Good Hope an, wo wir wie alle Besucher ein Erinnerungsfoto gemacht haben. Bevor wir in unserer Hütte müde ins Bett fielen, sind Baboons in die Küche eingedrungen und haben nach Essen gesucht. Einer anderen Wanderin haben sie ihre Schokolade geklaut. Wir hatten etwas Angst vor den Tieren und konnten zeitweilig unsere Hütte nicht verlassen, weil die Affen direkt davor saßen. Am nächsten Morgen ging’s weiter. Das zweite Stück war glücklicherweise kürzer als das erste, sodass wir am frühen Nachmittag das Main Gate des Nationalparks erreichten. Diese insgesamt 40km waren echt anstrengend, aber es hat sich definitiv gelohnt! Wir hatten uns das Cape of Good Hope richtig verdient! Dazu fällt mir ein, dass am Cape Point ein Deutscher, der nicht wusste, dass wir auch Deutsch verstehen, zu uns gesagt hat „Also die beiden haben die Wanderung aber etwas zu ernst genommen“. Bevor ich überhaupt realisiert hatte, dass wir gemeint waren und ich etwas kontern konnte, war er schon weg. Schon klar, dass man völlig bepackt ist und fertig aussieht, wenn man schon 10 Stunden gewandert ist und nicht bequem, wie alle anderen, mit dem Auto hinunter fährt und nur die 20 Minuten vom Cape Point zum Cape of Good Hope wandert. Im Nachhinein darüber aufregen bringt auch nichts. Wir wissen ja, was wir geleistet haben!


nach über 10 Stunden endlich am Cape of Good Hope angelangt


Danach haben wir uns am besagten Boulders Beach die Pinguinenkolonie angeguckt, welche mir noch besser gefallen hat, als die in Bettys Bay. Wir konnten sogar sehen, wie die Pinguine ihre Eier ausbrüten.

Pinguine am Boulders Beach

Heimat einer Brillenpinguin-Kolonie


Dann, in Kapstadt selber, haben wir die anderen East London-Freiwilligen getroffen. Wir durften alle bei Freunden von Joe in Hout Bay wohnen. Die anderen wollten am dem Tag, nachdem Celine und ich gerade 40km hinter uns hatten, auf den Tafelberg wandern. Wir dachten uns, warum nicht (?!) und sind dann zusammen mit den anderen in der Mittagshitze den Berg hinauf. Coffee Bay und Bulungula waren auch am Start. Ich glaube, es lag an der Hitze und an meinem Muskelkater der vergangenen Tage, weswegen ich die Wanderung als so anstrengend empfunden habe. Aber nach zwei Stunden war es geschafft, wir waren oben, auf 1085m Höhe (und haben nicht, wie andere, über 3h unten an der Seilbahnstation angestanden, um auf den Tafelberg zu gelangen). Wir hatten richtig Glück, denn die Sicht war top! Wir konnten ganz Kapstadt überblicken und hatten eine fantastische Sicht auf die Bucht, den Lions Head, den Signal Hill und und und … Der Weg hinunter war deutlich angenehmer, was auch daran liegen mag, dass es kühler geworden war. 
 
der Ausblick vom Tafelberg

die Seilbahn, die wir natürlich nicht benutzt haben / oben links der Lions Head, rechts daneben der Signal Hill

die vier East London Mädels auf dem Tafelberg

Den letzten Tag des Jahres haben wir mit allen 34 Südafrika Freiwilligen gefeiert. Und zwar am Lagoon Beach, von wo aus wir einen tollen Blick auf Kapstadt und den Tafelberg hatten. Private Feuerwerke sind verboten, weswegen es ein 8-minütiges, öffentliches Feuerwerk an der Waterfront gab. Von dem Strand aus, wo wir waren, war das Feuerwerk nur leider sehr klein zu sehen …

An Neujahr sind wir den Lions Head hinaufgewandert und hatten einen gigantischen Blick auf den Tafelberg und Cape Town. Die Sicht war noch besser als die, die wir auf dem Tafelberg hatten! Wenn man auf dem Tafelberg steht, ist es wie, als würde man auf dem Eifelturm stehen: Man bekommt tolle Bilder von der Aussicht, die man hat, aber eben nicht von dem „Objekt“ auf dem man sich befindet. Deswegen war die Wanderung auf den Lions Head echt gut, um ein Foto vom Tafelberg zu machen :D

tadaaaa: Kapstadt

oben auf dem Lions Head angelangt

Celine und ich

Kopfsprung nach Cape Town

auf der Spitze des Lions Head - was für eine Sicht auf den Tafelberg!

Abends haben wir mit Coffe Bay und Bulungula am Blouberg Beach, im Blue Peter, eine fantastische Käse-Knoblauch Pizza gegessen und uns den Sonnenuntergang am Strand angeguckt.

Blick auf den Tafelberg vom Blouberg Beach

Sonnenuntergang am Blouberg Beach

 
Nachdem wir uns am 2. Januar den traditionellen Karneval in Kapstadts Innenstadt angeguckt haben, fuhren wir abends zu viert auf den Signal Hill, um uns von dort auch nochmal den Sonnenuntergang anzugucken. Diese Idee hatten mehrere, aber es war dennoch total schön.

Am letzten Tag in Cape Town waren wir in einem der besten botanischen Gärten der Welt, dem Kirstenbosch Botanical Garden. Ehrlich gesagt, wäre ich ohne die Führung ziemlich aufgeschmissen gewesen. 

Zurück nach East London ging es durch die Winelands. In Franschhoek übernachteten wir inmitten von Weingütern. In der Umgebung von Robertson haben wir ein Weingut, eine Oliven- und eine Lavendelfarm besucht. Es war echt interessant zu erfahren, wie Wein, Olivenöl und Lavendelprodukte hergestellt werden. Nachdem wir in Oudtshoorn die Cango Caves besichtigt hatten, ging es auch schon wieder zurück nach Hause. Nach 24 Tagen Roadtrip war ich ganz schön kaputt und froh, dass ich noch drei Tage hatte, um mich vom Urlaub zu erholen.

Weingut in Franschhoek

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Sports Days und Ferienbeginn

Es ist in letzter Zeit so viel passiert und endlich schaffe ich es mal wieder, etwas zu schreiben. 

Am 9. Dezember haben hier offiziell die Sommerferien begonnen. Jedoch war es bereits einige Wochen vor Ferienstart ziemlich leer in den Schulen. Sobald die Examen am Ende eines Quartals geschrieben wurden, bezahlen die Eltern den Transport für ihre Kinder nicht mehr. So sind die leeren Klassenräume an den beiden Schulen im Parkside Township zu erklären. Bei der Floradale, an der ich arbeite, wohnen die Kinder alle direkt im Township Nompumelelo, wo sich auch die Schule befindet. Die Kinder benötigen keinen Transport für den Schulweg, weil sie zu Fuß kommen. Nichtsdestotrotz war auch diese Schule einige Tage vor Ferienbeginn bereits wie ausgestorben. 

Mit allen Freiwilligen haben wir an jeder Schule einen sports day organisiert. Anfangs hatten wir etwas Bedenken, ob überhaupt noch Schüler kommen. Diese waren jedoch unbegründet; bei Sport sind alle dabei!Außerdem spricht sich so ein sports day schnell herum und es kamen einige Kinder zusammen.
Der erste Tag war an der Parkside, wo wir vor verschlossenen Klassenräumen standen. Ein paar Kinder haben mitbekommen, dass wir angefangen haben, unsere Stationen aufzubauen und nach einiger Zeit waren knapp 30 Kinder aus der Umgebung da. Ob Dosenwerfen, Kartoffellauf, Torwandschießen, Tauziehen oder auf der Slackline balancieren - für jeden war etwas dabei!


Dosenwerfen an der Parkside

Der nächste Tag war an unserer Floradale. Wir nutzten das Community Field, wodurch fast 50 Kinder von unserer Aktion erfahren haben. Die Kids hatten einen sportlichen Vormittag und eine Menge Spaß. Grade R oder Grade 7, alle waren sie auf dem Field verteilt.

Kartoffellauf an der Floradale

An der Barnes haben wir zu Beginn eine halbe Stunde gewartet, doch es kamen einfach keine Kinder. Plötzlich strömten circa 100 Kinder, ganz unerwartet, auf das Sportfeld. Mr. Gamiet, der Schulleiter, der Barnes, hatte dem schuleigenem Fahrer Bescheid gesagt, dass er durch das Township fahren und Kinder einsammeln solle. Eine fantastische Aktion! Nicht nur die Kinder, sondern auch wir, kamen sportlich und spielerisch auf unsere Kosten. Ich weiß nicht, wie oft ich „Ready-Steady-Go!“ beim Kartoffellauf gesagt habe, doch es war immer wieder schön zu sehen, wie viel Spaß die Kinder dabei hatten.

Im Kinderheim, beim Glen Stella Campus, haben wir Mädels noch ein einwöchiges Ferienprogramm durchgeführt. Nicht alle Kinder können über die Ferien zurück in die Familien gehen, weswegen einige die freie Zeit auf dem Glen Stella Campus verbringen müssen.
Nachdem der erste sportliche Tag vorbei war, wurden am zweiten Tag fleißig Kartoffelstempel gemacht, auch wenn die blaue Farbe nicht immer auf dem Papier landete. Mit 40 Kindern Kartoffelstempel zu machen ist schon eine Herausforderung und da kann es schon mal vorkommen, dass auch ein Spielzeugauto blau angemalt wird.
Außerdem haben wir mit den Kindern Salzteig hergestellt, zu Kugeln geformt und angemalt, sodass letztendlich bunte Armbänder entstanden sind. Das Facepainting an einem anderen Tag war auch ein Highlight. Ich habe viele kleine Spidermans, Batmans & Hello Kitties gemalt und hatte schon fast vergessen, wie gerne ich doch male. Auch das Kekse backen und verzieren mit Weihnachtsmusik war ein riesen Spaß. Ich dachte schon, ich wäre letztes Jahr nicht in Weihnachtsstimmung gewesen, doch dieses Jahr, bei 28 Grad, bin ich es definitiv nicht!
Das Ferienprogramm sollte mit einem Beach Day abgeschlossen werden, was jedoch an der Kommunikation mit dem Office scheiterte. Uns wurde leider kein Transport bereitgestellt, weswegen wir etwas enttäuscht waren.


Zwischenseminar in Hogsback

So, aber nun genug von dem Ferienprogramm!
Morgen geht’s los auf den Roadtrip nach Kapstadt, entlang der Garden Route. Nach gut drei Wochen werde ich erste wieder in East London sein, bis dahin, fröhliche Weihnachten und ein gesundes neues Jahr 2017!

Freitag, 4. November 2016

Neues Triathlonprojekt

Tim und ich starten das Triathlonprojekt nächste Woche neu. Das bereits laufende Projekt besteht überwiegend aus Triathleten, die demnächst ihren Schulabschluss machen und deswegen fangen wir mit jüngeren Schülern nochmal von vorne an. Außerdem bestand unsere Hauptaufgabe bei dem alten Projekt darin, alle abzuholen, zum Training zu fahren und dann jeden nach Hause zu bringen. Das haben wir uns jetzt zwei Monate angeguckt und fest steht, so geht das nicht weiter. Wir wollen schließlich selber Training geben und genau damit fangen wir ab Montag an. 
Das Projekt findet in Kooperation mit der A.W Barnes Primary School statt, an der Tobi und Vivi den Sportunterricht geben. Momentan findet der Sportunterricht der Barnes nicht auf dem Field, sondern im Pool statt. Somit konnten die beiden uns schon ein paar Namen von Schülern nennen, die gut schwimmen. Aufgrund des vielen Regens und des kalten Wetters letzte Woche konnte nicht jede Klasse schwimmen gehen, aber immerhin haben wir jetzt schon vier Namen von Kindern, die relativ gut schwimmen.
Gestern hatten wir dann mit dem Schulleiter, Mr. Gamid, ein weiteres Meeting. Zuvor hatte er uns bereits seine Unterstützung für das Projekt zugesagt und gestern haben wir ihm dann erzählt, wann und wie wir das Training stattfinden soll. Montags und donnerstags werde ich mit den Kindern im Parkside Pool, der nur wenige Gehminuten von der Schule entfernt ist, schwimmen gehen. Gegebenenfalls wird freitags noch ein weiteres Schwimmtraining stattfinden, unzwar für weitere Kids, die noch etwas Schwierigkeiten beim Schwimmen haben. In ferner Zukunft sollen sie dann auch in die Triathlongruppe ´aufsteigen`. Aber erstmal soll das Training mit den anderen zweimal die Woche laufen. Wenn das alles klappt, fange ich mit der Freitagsgruppe an. Dienstags und mittwochs macht Tim das Lauftraining. Einmal findet es auf dem Sportplatz der Barnes statt und einmal im Jan Smuts Station. Mr. Gamid hat bereits angekündigt, dass er den Transport für seine Schüler organisieren würde.
Eigentlich wollten Tim und ich Schwimmen und Laufen abwechselnd machen, jedoch gehe ich dienstags und mittwochs mit meiner Schwimmgruppe von der Florradale an der Merryfield schwimmen. Das Lauftraining muss an den beiden Tagen sein, wo ich an der Merryfield bin, damit an den restlichen drei Tagen der Woche das Triathlonschwimmen stattfinden kann. Hinzu kommt, dass Tim auch noch Paddeln nachmittags hat. Ihr seht, es ist alles eine Frage der Organisation.
Gestern sind Tim und ich mit Mr. Gamid durch die Klassen gegangen, um die vier schon mal zu fragen, ob sie Lust haben, an unserem Triathlonprojekt teilzunehmen. Ihr glaubt gar nicht, wie groß das Strahlen war, nachdem wir sie gefragt hatten. Vor allem das eine Mädchen aus einer dritten Klasse hatte ein richtiges Funkeln in den Augen. Ich freue mich riesig auf nächste Woche und es ist einfach toll zu sehen, wie sehr sich die vier auch darauf freuen.
Tobi und Vivi gehen auch weiterhin mit den Klassen schwimmen, sodass sie uns weitere Namen von Kindern geben können, die schon ganz gut schwimmen, welche wir dann in unser Projekt integrieren.
Schwimmen, Laufen, da fehlt ja noch das Radfahren?! Brett hat bereits Räder aus dem Triathlonverein organisiert, die wir für das Projekt nutzen können. Der erste Schritt wird nun aber erst mal sein, die Kids im Schwimmen und Laufen fit zu bekommen. Dann irgendwann werden wir mit dem Radfahren beginnen, was bei dem Verkehr hier eine (gefährliche) Herausforderung ist. Ganz früh morgens an den Wocheneden sollte der traffic noch einigermaßen passabel mit dem Rad sein, sofern man das noch so nennen kann. 

Jeder sagte mir, ich sei verrückt, wenn ich hier mit dem Rad rumfahren würde. Das hat sich dann auch erübrigt, weil wir gar keine Räder besitzen. Wenn man durch die Straßen von East London fährt, sieht man so gut wie nie jemanden, der auf dem Rad unterwegs ist. Das ist übrigens auch etwas, was ich wirklich vermisse: Einfach mal eben auf das Rad setzen und irgendwo hin fahren. Aber so kann ich mich darauf bereits freuen, wenn ich wieder nach Deutschland zurückkomme. 

Ansonsten überlege ich gerade, was sonst noch so passiert ist. Mittwochnachmittag war wieder Schwimmen mit der Floradale. Weil es vormittags geregnet hat, konnte kein Sportunterricht stattfinden. Aber ich bin trotzdem kurz zur Schule gefahren, um den Schwimmern aus der 3a zu sagen, dass Schwimmen trotzdem stattfinden kann. Ich habe es nämlich satt, dass immer das Schwimmen ausfallen soll, nur weil das Wetter nicht so gut ist. Aber letztendlich war es an diesem Tag wirklich nicht so warm und so sagte ich den Schwimmern, dass ich es ihnen nicht übel nehmen würde, wenn sie sagen, dass sie bei dem Wetter nicht schwimmen möchten oder sollen (von den Eltern aus). Sie sollen wir einfach nur sagen, ob sie kommen oder nicht, damit ich nicht auf sie warte und keiner kommt. Also habe ich sie gefragt, wer denn kommen würde, wenn wir heute Schwimmen gehen. Drei sicherten mir zu, dass sie kommen und fest steht, auch für die drei mache ich natürlich Training! Ich meine, ich freue mich, wenn das Schwimmen stattfinden kann.
Um 15 Uhr sollte das Schwimmen anfangen. Es war keiner da. Um 15:30 Uhr war noch immer keiner da. Sie werden nicht kommen.
Es war total schade zu sehen, dass keiner kommt, obwohl ich morgens extra zur Schule gefahren bin, um zu fragen, wer denn kommt. Sie hätten mir einfach morgens sagen sollen, dass sie nicht kommen, denn die transport Situation ist nach wie vor kompliziert. Wenn ich dann sehe, dass ich dafür hingebracht und abgeholt werden muss, dass ich einfach nur warte, ist das echt ärgerlich. Doch diese Hintergründe verstehen die Kinder leider nicht, auch wenn ich es ihnen schon erklärt habe … Ich probiere es ein weiteres Mal.




Fireball / lustige Kleidung wegen eines Fundraising Events
Am heutigen Freitag war die Schule mal wieder richtig schön. Die Kids haben sich super benommen. Wir haben Lion, River & Rocks, Rope, Soccer, Netball, … gespielt. In der letzten Stunde hatten wir die 6b und weil die Kleinen zu dieser Uhrzeit schon alle Schluss hatten, waren wir auf einmal mit über 100 Leuten auf dem Field und alle waren in Bewegung. Ob Limbo oder Hochsprung, wir hatten alle Spaß. Vor allem der Banana Song ist jedes Mal wieder ein absolutes Highlight. Nicht nur Tim und ich haben immer einen Ohrwurm von dem Song, sondern die Kinder singen ihn auch immer zwischendurch. Es war echt eine super Idee, diesen Song einzuführen.






Motto 'lustiger Kleidungsstil'. Wir mit Leibchen auf den Kopf.


Eine normale Pause. Alle Kinder um uns herum.



mit Yolanda (rechts von mir)