Mittwoch, 14. Dezember 2016

Sports Days und Ferienbeginn

Es ist in letzter Zeit so viel passiert und endlich schaffe ich es mal wieder, etwas zu schreiben. 

Am 9. Dezember haben hier offiziell die Sommerferien begonnen. Jedoch war es bereits einige Wochen vor Ferienstart ziemlich leer in den Schulen. Sobald die Examen am Ende eines Quartals geschrieben wurden, bezahlen die Eltern den Transport für ihre Kinder nicht mehr. So sind die leeren Klassenräume an den beiden Schulen im Parkside Township zu erklären. Bei der Floradale, an der ich arbeite, wohnen die Kinder alle direkt im Township Nompumelelo, wo sich auch die Schule befindet. Die Kinder benötigen keinen Transport für den Schulweg, weil sie zu Fuß kommen. Nichtsdestotrotz war auch diese Schule einige Tage vor Ferienbeginn bereits wie ausgestorben. 

Mit allen Freiwilligen haben wir an jeder Schule einen sports day organisiert. Anfangs hatten wir etwas Bedenken, ob überhaupt noch Schüler kommen. Diese waren jedoch unbegründet; bei Sport sind alle dabei!Außerdem spricht sich so ein sports day schnell herum und es kamen einige Kinder zusammen.
Der erste Tag war an der Parkside, wo wir vor verschlossenen Klassenräumen standen. Ein paar Kinder haben mitbekommen, dass wir angefangen haben, unsere Stationen aufzubauen und nach einiger Zeit waren knapp 30 Kinder aus der Umgebung da. Ob Dosenwerfen, Kartoffellauf, Torwandschießen, Tauziehen oder auf der Slackline balancieren - für jeden war etwas dabei!


Dosenwerfen an der Parkside

Der nächste Tag war an unserer Floradale. Wir nutzten das Community Field, wodurch fast 50 Kinder von unserer Aktion erfahren haben. Die Kids hatten einen sportlichen Vormittag und eine Menge Spaß. Grade R oder Grade 7, alle waren sie auf dem Field verteilt.

Kartoffellauf an der Floradale

An der Barnes haben wir zu Beginn eine halbe Stunde gewartet, doch es kamen einfach keine Kinder. Plötzlich strömten circa 100 Kinder, ganz unerwartet, auf das Sportfeld. Mr. Gamiet, der Schulleiter, der Barnes, hatte dem schuleigenem Fahrer Bescheid gesagt, dass er durch das Township fahren und Kinder einsammeln solle. Eine fantastische Aktion! Nicht nur die Kinder, sondern auch wir, kamen sportlich und spielerisch auf unsere Kosten. Ich weiß nicht, wie oft ich „Ready-Steady-Go!“ beim Kartoffellauf gesagt habe, doch es war immer wieder schön zu sehen, wie viel Spaß die Kinder dabei hatten.

Im Kinderheim, beim Glen Stella Campus, haben wir Mädels noch ein einwöchiges Ferienprogramm durchgeführt. Nicht alle Kinder können über die Ferien zurück in die Familien gehen, weswegen einige die freie Zeit auf dem Glen Stella Campus verbringen müssen.
Nachdem der erste sportliche Tag vorbei war, wurden am zweiten Tag fleißig Kartoffelstempel gemacht, auch wenn die blaue Farbe nicht immer auf dem Papier landete. Mit 40 Kindern Kartoffelstempel zu machen ist schon eine Herausforderung und da kann es schon mal vorkommen, dass auch ein Spielzeugauto blau angemalt wird.
Außerdem haben wir mit den Kindern Salzteig hergestellt, zu Kugeln geformt und angemalt, sodass letztendlich bunte Armbänder entstanden sind. Das Facepainting an einem anderen Tag war auch ein Highlight. Ich habe viele kleine Spidermans, Batmans & Hello Kitties gemalt und hatte schon fast vergessen, wie gerne ich doch male. Auch das Kekse backen und verzieren mit Weihnachtsmusik war ein riesen Spaß. Ich dachte schon, ich wäre letztes Jahr nicht in Weihnachtsstimmung gewesen, doch dieses Jahr, bei 28 Grad, bin ich es definitiv nicht!
Das Ferienprogramm sollte mit einem Beach Day abgeschlossen werden, was jedoch an der Kommunikation mit dem Office scheiterte. Uns wurde leider kein Transport bereitgestellt, weswegen wir etwas enttäuscht waren.


Zwischenseminar in Hogsback

So, aber nun genug von dem Ferienprogramm!
Morgen geht’s los auf den Roadtrip nach Kapstadt, entlang der Garden Route. Nach gut drei Wochen werde ich erste wieder in East London sein, bis dahin, fröhliche Weihnachten und ein gesundes neues Jahr 2017!

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